Psychotherapie Fortbildungen Privater Träger der Kinder- und Jugendhilfe
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Therapeutische Angebote für Kinder und Jugendliche

Verhaltensauffälligkeiten, Schulschwierigkeiten und mehr können unterschiedlichste Ursachen haben. 

Wir beleuchten die einzelnen Lebensbereiche des betroffenen Kindes und schauen uns die bisherige Entwicklung an, um mögliche Ursachen zu erkennen und genau dort anzusetzen, wo Hilfe benötigt wird. 

 

Hierzu bieten wir derzeit die Reflexintegrationstherapie und/oder ein AD(H)S-Training, sowie Eltern- und Familienberatung an. 

 

Für eine erste, kostenfreie Beratung sprechen Sie uns gerne an!

 

Reflexintegrationstherapie

Die Bedeutung frühkindlicher Reflexe

Reflexe sind durch unser Stammhirn gesteuerte, biologisch festgelegte, unwillkürliche Bewegungsmuster. Das Wort „unwillkürlich“ drückt es schon aus – auf diese Bewegungsmuster kann der Mensch nicht willentlich Einfluss nehmen. Im Mutterleib und während des ersten Lebensjahres haben diese unwillkürlichen Bewegungsmuster, die frühkindlichen Reflexe, eine enorm wichtige Bedeutung für die Entwicklung des Kindes.

Zum einen sorgen sie für den Aufbau von stabilen Verknüpfungen zwischen den einzelnen Gehirnarealen, die zum Zeitpunkt der Geburt noch kaum miteinander verknüpft sind. Erst wenn stabile Nervenverbindungen zwischen den einzelnen Gehirnbereichen entstanden sind, können wir unser Gehirn vollumfänglich nutzen, also unsere Bewegungen koordinieren, still sitzen, mit Gefühlen gut umgehen, uns konzentrieren, vorausschauend denken u.v.m.

Des Weiteren sorgen die frühkindlichen Reflexe für den Aufbau des nötigen Muskeltonus (Muskelspannung) im Körper, die wir benötigen, um mit der Schwerkraft umzugehen, eine gute Körperwahrnehmung und einen guten Gleichgewichtssinn zu entwickeln, damit wir zu aufrecht stehenden und gehenden Menschen heranwachsen.

Erst wenn beides, also die Verknüpfung der Gehirnareale und der Aufbau des Muskeltonus störungsfrei vonstattengegangen sind, hat ein Kind die neuromotorische Reife erlangt, die für einen erfolgreichen Schulbesuch erforderlich ist.

Jeder frühkindliche Reflex hat also eine oder mehrere wichtige Aufgaben in der Entwicklung des Kindes zu erfüllen. Sobald ein Reflex seine Aufgaben erfüllt hat, muss er sich zurückbilden, da das Kind in seiner Gehirnreife nun schon weiter fortgeschritten ist und zunehmend willentliche Bewegungen und Aktionen ausführen kann. Noch fortbestehende frühkindliche Reflexe haben dann negativen Einfluss auf die weitere Entwicklung des Kindes, da es unter anderem ständig gegen diese unwillkürlichen Bewegungsmuster ankämpfen muss. Je stärker die bleibende Reflexaktivität ist, desto mehr können Funktionsgebiete beeinträchtigt sein, die Grundlage für Lernen und Verhalten sind, wie z. B.:

  • grob- und feinmotorische Koordination
  • Wahrnehmung (visuell, auditiv, sensorisch)
  • Impulskontrolle
  • Still sitzen können
  • Gefühlsverarbeitung
  • Konzentration
  • Kognition
  • Ausdrucksvermögen

Sichtbare Anzeichen für noch aktive frühkindliche Reflexe sind u.a.:

  • Tollpatschigkeit (häufiges Umwerfen von Gegenständen)
  • schlechte Körperhaltung
  • das Kind stützt den Kopf ständig ab
  • es kann keinen Purzelbaum machen
  • Verknoten der Beine um die Stuhlbeine
  • das Heft wird zum Schreiben schräg gelegt, sodass eher von unten nach oben statt von links nach rechts geschrieben wird
  • das Kind fängt in der Mitte des Blattes an zu schreiben
  • schlechte Stifthaltung, zu viel Druck auf dem Stift
  • der Mund wird beim Schreiben mitbewegt

AD(H)S Training

Kinder mit ADS zeigen ein deutliches Defizit in der Aufmerksamkeit. Sie sind häufig abgelenkt, träumen vor sich hin, können sich meist nicht mehr als ein oder zwei Aufträge merken.

Wenn sie dazu noch zappelig und impulsiv sind, d.h. kaum bis nicht still sitzen können, immer wieder aufspringen, mit Antworten herausplatzen, zu schnell, zu forsch auf andere wirken - dann spricht man von ADHS. Also dem Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom. 

 

Für betroffene Kinder und auch ihre Familien bis hin zu den Lehrern und Mitschülern bedeutet das oft eine hohe Herausforderung, denn AD(H)S Kinder sprengen gern den Rahmen und ein harmonisches Familienleben oder ein ruhiger Unterricht ist nicht mehr möglich. 

Der Leidensdruck für alle Beteiligten ist je nach Ausprägung sehr hoch. 

Daher gehen auf Dauer auch Begleiterscheinungen gern mit einher, die sich in depressiver Verstimmung, Tics oder Ängsten zeigen können.

 

Durch ein gezieltes, ressourcenorientiertes Training lernt das Kind eine neue Wahrnehmung für sich selbst und sein Umfeld. 

Es lernt Methoden der Selbstregulation und einen guten Umgang mit seinen Mitmenschen. 

Besonders wichtig ist der positive Bezug zu sich selbst. 

Kinder mit AD(H)S entwickeln schnell ein schlechtes Selbstbild und dies fördert das Aufrechterhalten des Teufelskreises, in dem sie sich befinden. 

Sie brauchen den Blick auf Ihre Stärken und positiven Seiten und das Erlernen des positiven Umgangs damit. 

 

 

Ein wöchentliches Training inklusive festgesetzter Elterntermine, um das Training zuhause zu unterstützen, kann auf allen Ebenen zu einem harmonischen und ruhigerem Miteinander führen. 

 

Hinweise für AD(H)S können sein:

 

- überhöhter Bewegungsdrang

- anderen ins Wort fallen

- ständig Dinge vergessen oder verlegen

- leichte Ablenkbarkeit

- mit dem Stuhl kippeln, Beine beim Sitzen ständig bewegen müssen

- wenig Freunde

- Lese-Rechtschreibschwäche

- depressive Verstimmung

- Dinge umschmeißen, z.B. ausversehen immer wieder das Trinkglas

- aggressives Verhalten

- Gefühlsausbrüche (Schreien, Weinen, etc.)

- scheint nicht zuzuhören

- kann sich nur schlecht selbst organisieren

- viele Flüchtigkeitsfehler

- hat Schwierigkeiten, ruhig zu spielen

- kann schlecht abwarten

Hier finden Sie uns:

Psychologische Praxis

Frankfurter Str. 107a
53773 Hennef (Sieg)

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